Wer mich kennt, weiß ja, dass mich die regelmäßigen Beinahe-Unfälle mit Wanderstöcken auf meinen Bergtouren nerven, glaube ich doch, dass Wanderstöcke bei den meisten Teilnehmern das Gleichgewicht einschränken.

In meinen Augen sind auch die Teilnehmer, die oft Wanderstöcke benutzen, meist die unsichersten.

Nun gibts auch ein paar Beispiele, wo das nicht so ist, also wo Teilnehmer trotz Wanderstöcke sicher am Berg unterwegs sind.

Interessante Argumente gegen den Dauereinsatz von Wanderstöcken habe ich hier gefunden:

http://www.alpin.de/sicher-am-berg/6045/artikel_so_setzen_sie_wanderstoecke_richtig_ein.html

Hier ein Auszug aus dem Artikel:

"...Fachleute wie der Arzt Dieter Lechner warnen: „Die stete Hilfe durch den Stock verändert einerseits das Gleichgewichtsgefühl.

Andererseits wird den Gelenkstrukturen und Muskeln nicht genug Gelegenheit gegeben, sich an die Belastungen anzupassen und zu trainieren.“ Deshalb empfehlen Mediziner gesunden, jungen bis mittelalten Menschen im weniger extremen Gelände öfter einmal auch auf die Stöcke zu verzichten.

Die medizinische Kommission der UIAA (Union Internationale des Associations d'Alpinisme) empfiehlt die Verwendung von Bergstöcken grundsätzlich „nur“ im hohen Alter, bei massivem Übergewicht, bei Wirbelsäulen- und Gelenkschäden, beim Tragen schwerer Rucksäcke und bei Schnee, Nässe und Dunkelheit."

Warum nun der Einsatz bei Dunkelheit Sinn machen soll, erschließt sich mir nicht so recht, meine Meinung:

  • Da wo es recht gerade ist, auch auf Schneeschuhtouren, gern mit Stock, sofern man die Technik beherrscht.
  • Da wo es steil ist, wo man die Hände benötigt, wo man klettern muss: Weg mit den Stöcken!
  • Mit dem Geld für Wanderstöcke können Sie schon 1 Jahr Mitglied im DAV werden oder eine Fördermitgliedschaft bei Greenpeace oder eine Mitgliedschaft in der FDP bezahlen :-)