Webhosting: Anonymisieren der IP-Adresse im Webserver-Logfile

Das Speichern von IP-Adressen auf Webservern ist seit Jahren umstritten, Zitat Daniela Duda, TÜV-geprüfte externe Datenschutzbeauftragte :
"Wenn nun schon das BKA das Mitloggen der IP Adressen besser sein läßt und auch mehrere grosse Hoster sich dazu bekennen, die IP-Adressen zu pseudonymisieren, indem sie vor der Speicherung einen Hashwert bilden und dann sogar anonymisieren ... sollte das doch als deutliches Zeichen zu verstehen sein. ...
Unternehmen sind also gut beraten, wenn sie Dienste wie Google Analytics nicht mehr nutzen und auch ihre IT-Abteilungen anweisen, entsprechend mit den IP-Adressen auf den diversen Servern umzugehen."
Unsere Webhosting-Kunden dürfen ab sofort selbst entscheiden, ob auf ihrem Webspace die IP-Adressen durch den Webserver gespeichert werden sollen, oder ob die IP-Adressen durch einen md5-Hash ersetzt werden sollen. Die Einstellung ist ganz einfach im Webspace-Verwaltungsinterface konfigurierbar.
Die Verwendung eines Hashes (Beispiel: d5e88567cc6375682764f338e2926eee) statt einer IP-Adresse gewährleistet, dass auch weiterhin Aussagen über die Anzahl der Besucher auf einer Webseite getroffen werden können. Personenbezogene Daten, wie Zugangsprovider, Herkunfts-Land oder -Region sind somit aber nicht mehr auswertbar, da diese Daten nicht mehr gespeichert werden.
Ein md5-Hash allein wäre allerdings theoretisch rückverfolgbar, daher wird der IP vor der Bildung des Hashes ein geheimer Wert hinzugefügt.
Die Einstellung ist pro Sub-Domain möglich. Kunden, die die Zustimmung ihrer Besucher zur Speicherung der IP-Adressen besitzen, können somit die Einstellung auch für Teilbereiche ihres Webspaces getrennt konfigurieren.
Weitere Informationen zum Thema:
Berliner Amtsgericht verbietet Speichern von personenbezogenen Daten

